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Sonntag, 25. November 2012

Spielemesse Essen 2012 - Teil 4

Samurai Sword

In diesem "Team"-Kartenspiel spiele ich einen Samurai, dessen Aufgabe darin besteht den Shogun gegen die zwei Ninja und den Ronin zu schützen und mit ihm gemeinsam die meisten Ehrepunkte zu sammeln. Selbstverständlich halten Ninjas immer zusammen und bilden im Fünfpersonenspiel (bei mehr Personen sieht die Verteilung anders aus!) das zweite Team. Und der Ronin ist selbstverständlich allein und versucht sein eigenes Ding durchzuziehen (er erhält bei der Punkteauswertung selbstverständlich einen Bonus, weil er allein ist).

Das Problem ist jedoch, dass eigentlich noch niemand weiß, mit wem er zusammen spielt. Alle Charaktere, außer dem Shogun, bleiben verdeckt. Dadurch, dass der Shogun von Anfang an bekannt ist, dient er direkt als Zielscheibe für die Ninja. Ich als Samurai hingegen sollte den Shogun möglichst nicht zu oft angreifen. Gar nicht wäre vermutlich nicht die richtige Strategie, sonst wüssten alle anderen Spieler, dass ich der Samurai bin und ich wäre die Zielscheibe Nummer 2. Deswegen ist es in diesem Spiel wichtig die Aktionen der anderen Spieler zu beobachten, um herauszufinden, wer mit wem im Team ist.

Aber nicht das Wissen über die Charaktere lässt einen Gewinnen, sondern es gewinnt das Team, das die meisten Ehrepunkte gesammelt hat. Einen Ehrepunkt nimmt man einem anderen Mitspieler ab, wenn man ihm den letzten Lebenspunkt wegnimmt. Dies geschieht in der Regel durch Angriffe mit einer Waffe, die über eine ausreichende Reichweite verfügt. Denn je mehr Plätze jemand entfernt sitzt, desto größer muss die Reichweite der Waffe sein. Dann spielt man die Waffenkarte aus der Hand aus und sagt, gegen wen sich der Angriff richtet. Der Angegriffene kann noch mit seltenen Paradekarten den Angriff abwehren, oder er verliert die Anzahl der Schadenspunkte an Leben. Ist der Schaden größer, als die Anzahl der Lebenspunkte verliert der Spieler wie gesagt einen Ehrepunkt.

Tod ist ein Spieler erst, wenn ihm sein letzter Ehrepunkt weggenommen wurde, er also "Ehr(e)los" ist. Weil in dem ganzen Spiel keine Ehrepunkte verschwinden und nur hin und hergeschoben werden, dauert es etwa eine Dreiviertelstunde, bis der erste Charakter gestorben ist und es zur Auswertung kommt. Es werden die Ehrepunkte inklusive eventueller Bonuskarten des Teams zusammengezählt und das Team mit den meisten Punkten gewinnt. Weil der Ronin allein ist, werden seine Punkte einfach verdoppelt.

Nach vielen langen Kämpfen haben der Shogun und ich gegen den Ronin verloren. Mit einer hinterhältigen Aktion hat er uns wichtige Ehrekarten geklaut und somit das Spiel gewonnen.

Fazit: Meiner Ansicht nach ist es stark von den gezogenen Karten (also vom Glück) abhängig, ob man letztendlich gewinnt. Aber das ist eigentlich nicht so schlimm. Gravierender finde ich, dass der mittlere Teil des Spieles etwas langweilig ist. Die besten Karten sind schon gespielt; die Ehrepunkte werden hin und her geschoben und das Spiel in die Länge gezogen.

Ich habe gehört, dass das Spiel auf "Bang!", das im wilden Western spielt, basiert. Nur soll das Original Bang! noch langsamer sein...

Fakten: Kartenspiel
Spieler: 3-7
Spielzeit: 45 Minuten
Altersempfehlung: Ab 8
Webseite: http://www.dvgiochi.com/giochi/samuraisword/?id=51

Sonntag, 4. November 2012

Spielemesse Essen 2012 - Teil 2

Pick-a-Pig


Vor mir und meinen Mitspielern liegen zu einem Rechteck angeordnet 30 Schweine (Pig)-Karten. Jeder von uns erhält eine Start-Pig-Karte und das Rennen um die meisten Schweine beginnt. Ich muss so schnell wie möglich eine Schweinekarte finden, die entweder mit meiner obersten Karte (also zu Beginn mit meiner Startkarte) zu 100% übereinstimmt oder sich in nur in einem Merkmal unterscheidet. Zu den Merkmalen gehören: Farbe (hell/dunkel); Größe (groß/klein); Anzahl der Arme (ein/zwei); Zubehör (nichts/Popcorn/Sonnenbrille). Die gefundene Karte lege ich auf die Startkarte und so sammle ich ein Schwein nach dem nächsten.
Mit der Zeit verwandelt sich mein helles, großes Schwein (links) in ein kleines, dunkeles Schwein (rechts).



Jeder sammelt so lange, bis jemand meint, dass es für ihn nicht mehr weiterginge. Wenn die Person Recht hat, bekommt sie als die "schnellste" eine Zusatzkarte als Bonus. Anschließend wird überprüft, ob jemand beim Sammeln einen Fehler gemacht hat. Und Fehler werden in diesem Spiel hart bestraft! Ein Fehler und alle gesammelten Karten sind futsch und man erhält keinen einzigen Punkt für diese Runde. Wenn man jedoch keine Fehler gemacht hat, zählt jede Karte als ein Punkt!

Sieger der Spieles ist derjenige, der in 3 Runden die meisten Karten beziehungsweise Punkte gesammelt hat.

Fazit: Ein schnelles, schönes Spiel für jüngere Spieler im Grundschulalter. Für mich war es etwas zu einfach beziehungsweise zu simpel gestrickt. Vielleicht ist das Spiel etwas besser, wenn man Pick-a-Pig mit Pick-a-Dog kombiniert und mit mehr Personen spielt? Pick-a-Dog ist quasi das gleiche Spiel nur mit einem Hund statt eines Schweines, so simpel ist das. Aber leider gibt es (noch?) kein Pick-a-Cat...

Fakten: Kinder-Kartenspiel
Spieler: 2-5
Spielzeit: ca. 15 Minuten
Altersempfehlung: Ab 6
Webseite: http://www.jollythinkers.com/edb/boardgame-show.asp?refno=430

Sonntag, 28. Oktober 2012

Spielemesse Essen 2012 - Teil 1

Ich muss zugeben, dass der letzte Eintrag viel zu lange her ist. Aber gibt es einen besseren Anlass, als die "Internationalen Spieletage SPIEL" in Essen, um wieder kontinuierlich zu schreiben? Ich glaube nicht! Ich werde die Spiele, die ich ausprobiert habe in mehreren Blogposts relativ kurz beschreiben.

Hubbly Bubbly Brew

Das erste Spiel, das ich auf der Spielemesse ausprobiert habe, hat sich, so viel nehme ich schon vorweg, als das beste ausprobierte Spiel herausgestellt. Als kleine Schülerin einer Hexenschule muss ich vier Tränke erstellen und dabei schneller und besser sein, als meine Mitschüler. Ein Trank besteht immer aus 4 unterschiedlichen Komponenten, die in pflanzlich, chemisch, fest und flüssig aufgeteilt werden. Jede Zutat gehört einer dieser Komponenten an, weist eine der vier Farben violett, rot, grün und blau auf und gibt unterschiedlich viele Punkte, wenn der Trank beendet ist.
Wenn der Trank nur aus Zutaten besteht, die eine Farbe aufweisen, gibt es am Ende Zusatzpunkte, die über Sieg oder Niederlage entscheiden können.
Klingt einfach, wenn die Mitschüler nett wären und mich bei meiner Arbeit nicht stören würden. Aber sie klauen mir meine Zutaten, vertauschen Ingredienzien oder machen einfach nur Chaos!

Fazit: Insgesamt bietet dieses Familienspiel sehr viel Unterhaltung, weil es sehr viel Interaktion und kleinere Gemeinheiten bietet. (Hier ein Blick auf das Design)

Fakten: Familien-Kartenspiel
Spieler: 2-4
Spielzeit: ca. 15-30 Minuten
Altersempfehlung: Ab 6
Webseite: www.hubblybubblybrew.com