Posts mit dem Label Strategie werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Strategie werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 3. Juli 2012

Shogun - Das Brettspiel

Wer wird der nächste Shogun?

Wir schreiben den Frühling des Jahres 1558 und ich,  Tokugawa Ieyasu, muss mich gegen Toyotomi Hideyoshi, Uesugi Kenshin, Takeda Shingen behaupten. Wir haben beschlossen, dass derjenige, der in zwei Jahren seine Provinzen am erfolgreichsten geführt hat, der neue Shogun werden soll. Und das ist mein Ziel: Shogun!

Jeder von uns herrscht derzeit über sechs Provinzen und momentan ist noch alles im Gleichgewicht. Wir alle verfügen über die gleiche Streitmacht und keine unserer Provinzen verfügt über einen Palast, Tempel oder Theater, aber das soll sich bald ändern. Derzeit habe ich 15 Gold, um mich um die Provinzen Ise, Shima, Hida, Etchu, Shinano, Echizen, Kozuke und Shimotsuke zu kümmern und diese zu verschönern. Aber wenn ich dort Paläste, Tempel oder Theater baue, so werden diese Provinzen auch für die anderen Daimyō attraktiv und es wird wahrscheinlich, dass sie diese übernehmen wollen. Also muss ich mich auch um meine Verteidigung kümmern. Außerdem muss ich Steuern eintreiben lassen, damit ich weiterhin Geld zur Verfügung habe. Reis muss ich auch aus einigen Provinzen einsammeln, denn wenn ich das nicht tue werden wir keinen Vorrat für den Winter haben und einige Leute würden verhungern.
Shogun - In Japan wird viel gekämpft.

Aber das beides gefällt den Untertanen der Provinzen überhaupt nicht. Einmal im Jahr kann man zwar entweder Geld oder Reis in einer Provinz einholen, ohne Gefahr zu laufen, dass es dort einen Aufstand gibt, aber beim zweiten Mal kommt es bereits zu einer Revolte in der betroffenen Provinz. Zur Not kann ich diese zwar mit meinen Samurai zerschlagen, aber höchstwahrscheinlich verliere ich einen Teil meiner Truppe. Wenn zu wenige Samurai in der Provinz sind, dann kann ich sogar die Provinz verlieren und sie wäre anschließend wieder unabhängig. Besonders schlimm wäre es, wenn ich dort bereits Gebäude gebaut hätte, denn davon würde ich nicht mehr profitieren.

In jeder arbeitsfähigen Jahreszeit, also außer im Winter, kann ich einen Palast, einen Tempel und ein Theater bauen. Ein Palast kostet 3 Gold, ein Tempel 2 Gold und ein Theater 1 Gold. Jedes Gebäude gibt mir am Ende des Jahres einen Anerkennungspunkt. Wenn ich am Ende des Jahres die Mehrheit der Paläste in einer Region halte, dann werden mir dafür sogar 3 Anerkennungspunkte gutgeschrieben. Die Mehrheit der Tempel bringt 2 und die Mehrheit an Theatern einen Punkt. Auch jede Provinz, die ich kontrolliere bringt mir am Ende jedes Jahres einen Punkt. Aber viele Provinzen zu kontrollieren ist nicht einfach, da die Streitmacht weiter verteilt ist und, weil jede Provinz im Winter versorgt werden will.

Ich kann pro arbeitsfähige Jahreszeit nur von einer Provinz Reis einsammeln, egal wie viele Provinzen ich kontrolliere. Die besten Provinzen bringen bis zu 5 Reisvorräte, die schlechtesten nur 2. Wenn ich im Frühjahr, Sommer und Herbst insgesamt 12 Reisvorräte einsammle, dann könnte ich theoretisch 12 Provinzen über diesen Winter bringen. Aber die Winter können hart sein und es können anderen Unglücke passieren, sodass mir von den 12 vorbereiteten Vorräten nur noch 8 übrig bleiben. Solche Ereignisse treffen zwar auch die anderen Daimyō, aber jede nicht versorgte Provinz kann zu Aufständen führen. Und diese Auswirkungen habe ich bereits erläutert.

Zu guter Letzt kann ich in jeder Arbeitssaison die Provinzen mit neuen Truppen verstärken. Fünf Truppen kosten 3 Gold und drei Truppen kosten 2 Gold. Für ein Goldstück kann ich eine Truppe in eine Provinz einberufen und beliebig viele Samurai aus dieser Provinz in eine angrenzende Provinz schicken. Aber Truppen sind ja nur dann sinnvoll, wenn es auch Kämpfe gibt. Es gibt zwei mögliche Kampfphasen, in denen man eine Provinz angreifen kann. Eigentlich sind alle Aktionen (Gebäude erreichten, Steuern und Reis eintreiben, Truppen einberufen) optional, aber es wird wohl keinen Daimyō geben, der darauf verzichtet Gold oder Reis einzutreiben. Den Kampf sollte man sich jedoch wohl überlegen. Denn wenn ich mich dazu entschließe mit einer meiner Provinz etwas anzugreifen, so gibt es kein Zurück mehr und ich muss mit den einem Teil der Truppen aus dieser Provinz angreifen. Auch wenn sich die Lage zu diesem Zeitpunkt zu meinem Nachteil verändert hat.

Wenn ich meine Strategie für den Frühling plane, dann kann ich in jeder Provinz höchstens eine Aktion ausführen. Ich kann also nicht aus Shinano erst den Reis einsammeln, neue Samurai-Truppen hinschicken und dann noch ein Gebäude dort bauen. Dadurch werde ich gezwungen, eine Provinz nicht außerordentlich zu bevorzugen. Ich kann zwar immer noch entscheiden, dass Shimotsuke meine kulturelle Hauptstadt wird, indem ich dort über mehrere Jahreszeiten überwiegend Gebäude baue, aber dafür kann diese Provinz nicht gleichzeitig mein militärischer Stützpunkt sein.

Sommer 1504

 Meine Provinzen haben sich ganz gut entwickelt, aber auch die anderen Daimyō kümmern sich um deren Provinzen. Ich habe leider schon Aufstände erlebt, aber diese noch niederschlagen können. Viel mehr Angst macht mir jedoch  Takeda Shingen, der seine Truppen direkt bei mir an der Grenze stationiert hat. Soll ich weiter in Ungewissheit leben, oder meine leicht stärkere Truppe gegen ihn in den Kampf schickten? Ich entscheide mich für letzteres.

Der Kampf, der ist schon etwas Besonderes. Bevor die Daimyō ihre Truppen gegeneinander hetzen, müssen diese durch den mysteriösen Turm geschickt werden. Das Problem ist, dass sich einige Truppen im Turm verirren und im Kampf nicht vorhanden sind, obwohl man diese doch so unbedingt braucht. Sie sind in der Regel nicht desertiert, sondert tauchen auch mal unverhofft in einem anderen Kampf wieder auf und kämpfen wieder auf der eigenen Seite. Es gab mal eine berühmte Schlacht zwischen Toyotomi Hideyoshi und Uesugi Kenshin. Hier hatte Daimyō  Toyotomi Hideyoshi 7 Truppen durch den Turm in den Kampf geschickt und nur 3 sind wieder herausgekommen. Uesugi Kenshin hatte hingen nur 4 verteidigende Truppen und diese sind alle wieder aus dem Turm herausgekommen. Trotz der großen Übermacht von 7 zu 4 hatte der verteidigende Daimyō Uesugi Kenshin seine Provinz halten können, da im Kampf nur noch 3 angreifende Truppen übrig waren. Somit konnte eine letzte Truppe diese Provinz halten. Aber dieses Glück hatte sich im folgenden Kampf wieder gewendet. Uesugi Kenshin hatte  Toyotomi Hideyoshi in einer anderen Provinz  mit 5 zu 2 angegriffen, aber nach dem Turm stand es nur noch 4 zu 5. Die Truppen des ersten Kampfes sind auf einmal 30 km weiter westlich aufgetaucht und haben verhindert, dass diese Provinz verloren wurde. Aber meistens sind die Auswirkungen des Turms nicht so dramatisch. Und prinzipiell gilt immer noch, dass je höher der Vorteil am Anfang, desto größer ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass man den Kampf wirklich gewinnt.

Zurück zu meinem Problem. Ich habe 6 Truppen und Takeda Shingen hat 3 in seiner Provinz. Eine Truppe muss ich bei mir stehen lassen, sonst würde sich diese Provinz sofort als unabhängig erklären. Also kämpfen 5 meiner Samurai-Gruppen gegen 3 seiner. Wir müssen unsere Truppen durch den mysteriösen Turm schicken und heraus kommen 3 gegen 3. Eigentlich bedeutet das, dass die Provinz unabhängig ist, weil sich alle Kämpfer gegenseitig töten. Aber einige Bauern der Provinz sind mit der Führung von Takeda Shingen nicht zufrieden, weil er schon Steuern von Ihnen eingetrieben hat und sie hoffen, dass es unter meiner Führung besser wird. Deswegen stürzen sich zwei kleine Gruppen verzweifelter Bauern auf die Samurai des Gegners und stellen sich ihm in den Weg. Dadurch, dass dieser kurz abgelenkt und damit beschäftigt waren diese Bauern abzustechen, habe meine Leute die Gunst der Stunde genutzt, um sich besser zu positionieren und so konnten sie die gegnerischen Samurai töten. Ich habe dank der Bauern nur eine meiner Truppen verloren. Ich will diese Provinz später mit einem neuen Theater belohnen.

Frühjahr 1505

Die zwei Jahre sind vorbei und obwohl ich das größte Imperium beherrsche bin ich nicht Shogun geworden. Ich hätte mich wohl mehr um die Kultur kümmern und mehr Reis eintreiben sollen. Ich habe in diesem Winter eine Provinz verloren... Aber was hätte ich tun sollen? Der Winter war außerordentlich hart und ich habe fünf Vorräte verloren! Somit kam es zu drei Aufständen, die ich nicht alle niederschlagen konnte...

Ich muss mich beugen und darauf hören, was Takeda Shingen der neue Shogun zu sagen hat.

Fakten: Strategie-Spiel
Spieler: 3-5
Spielzeit: 120 Minuten
Altersempfehlung: Ab 12
Webseite: http://www.queen-games.de/index.php?id=2028

Dienstag, 26. Juni 2012

Civilization 5 - Gods and Kings


Lang lebe Isabella Königin von Spanien!

Meine erste Stadt Madrid gründe ich direkt am Meer. Diese tolle Aussicht will ich mir für meinen Regierungssitz nicht nehmen lassen. Jetzt will ich mich schnell auf die Suche nach Stadtstaaten, natürlichen Wundern, Ruinen und anderen großen Zivilisationen begeben. Ein klarer Plan, für den ich sogar schon einen Krieger und einen Späher zur Verfügung habe.

Screenshot Civ 5 - Meine kleine Hauptstadt Madrid
Leider wird aus dem tollen Plan nichts, da ich schon nach kurzer Zeit mit meinem Späher auf Barbaren stoße. Diese erlegen zwar meine mutige Truppe nicht, aber so ein Barbarenlager kann ich um meine Heimatstadt nicht dulden. (Ich will ja nicht riskieren, dass diese meine einzige Stadt angreifen.) Also müssen meine Krieger das tun, wofür sie wirklich bestimmt sind: kämpfen! So ein kleines Barbarendorf nimmt man mit einer Kriegertruppe nicht an einem Tag ein. Also führe ich zwei Angriffswellen auf das Dorf aus und lasse meine Krieger danach etwas kurieren. Glücklicherweise sind meine Männer besser im Regenerieren, als die Barbaren, denn sonst könnte ich dieses Dorf nicht so schnell einnehmen. Etwas gestärkt folgt die dritte Angriffswelle mit der ich dieses unzivilisierte Dorf vernichte. Hierbei erbeute ich noch 25 Gold, was momentan noch gar nicht so wenig ist.

Mit den Spähern entdecke ich ein natürliches Wunder: Mt. Fuji. Jetzt weiß ich auch schon, wo ich meine nächste Stadt bauen will. Denn dieses Wunder bringt einer normalen anliegenden Stadt einige Boni, wie Glauben +3, +2 Gold und +3 Kultur. Für mich werden diese Erträge jedoch aufgrund meiner Zivilisationseigenschafft verdoppelt. Außerdem befinden sich hier Kühe und vielleicht noch andere nützliche Ressourcen, von denen ich noch nichts weiß? Aber es soll noch Jahre dauern, bis ich meine zweite Stadt wirklich gründen kann. Denn es gibt so vieles, das ich noch in meinem Kapitol errichten muss. Wegen der anderen Barbaren um meine Siedlung herum brauche ich noch einen Kriegertrupp. Für ein schnelleres Wachstum meiner Stadt benötige ich aber auch einen Kornspeicher. Achja, einen Arbeiter brauche ich ja auch, damit die Felder besser bewirtschaftet werden.

Und worauf soll sich Madrid konzentrieren? Die Produktion oder auf Nahrungsmittel oder doch lieber auf Gold? Wenn ich anfangs eher einen Fokus auf Nahrungsmittel setze, habe ich bald mehr Personen, die die Felder bearbeiten können. Also kann ich danach effektiver auf Produktion setzten. Aber bis der Kornspeicher, mit dem ich +2 Nahrungsmittel produziere, fertig ist, dauert es 12 Runden, eine halbe Ewigkeit.

Screenshot Civ 5 - Hier bestimme ich die Produktion.
Also erkunde ich weiter mit meinem Späher und entdecke ein paar Stadtstaaten. Auch diese werden von den Barbaren in der Umgebung verunsichert. Wenn ich denen helfe, steige ich in deren Gunst. Sie sind dann nicht mehr neutral mir gegenüber, sondern mit mir befreundet. Aber so eine Freundschaft ist noch nicht viel Wert. Erst wenn wir Verbündete sind, bieten mir die Stadtstaaten wirkliche Vorteile. Manche versprechen mir militärische Einheiten, andere Luxusgüter oder Ressourcen. Ja, auf so etwas will ich nicht verzichten und ich bemühe mich deren Aufträge zur vollkommenen Zufriedenheit zu erfüllen.

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Meine Erfolge, wie das Erbauen der Pyramiden, haben sich wohl rumgesprochen und Neid ausgelöst. Anders kann ich mir nicht erklären, warum die Schweden mir den Krieg erklärt haben. Nunja, ein weiterer Grund fiele mir doch noch ein... meine geringe Verteidigung. Denn außer den paar Kriegern, die in weit entfernten Ländern primitive Barbaren vernichten, habe ich nicht viel, das meine drei Städte verteidigt. Nun muss ich das leider ganz schnell ändern. Die Krieger werden zurückgerufen, die Produktion der Kornkammer in der neuen Stadt eingestellt und stattdessen wird für ein kleines Vermögen noch eine zweite Kriegstruppe gekauft. In meiner Hauptstadt werden Komposit-Bogenschützen rekrutiert und auch hier musste das andere Bauprojekt vorläufig auf Eis gelegt werden.

Nun fallen auch meine Einnahmen nicht mehr so groß aus, denn all diese Einheiten kosten. Und eigentlich wollte ich doch nur friedlich vor mich hinleben und meine Kultur verbreiten. Mit der eilig einberufenen Armee schaffe ich es die erste Angriffswelle aus zwei Kriegern und einem Bogenschützen zurückzuschlagen. Hierbei hat die Stadt mitgeholfen, da ich hiermit pro Runde auch einmal angreifen kann.

Aber so schnell geben die Schweden nicht auf und schicken immer wieder Truppen zu mir. Jetzt ist deren Überraschungseffekt jedoch verflogen und meine Stadt vorläufig gesichert. Dennoch will ich, dass der Krieg mit Schweden beendet wird und frage nach einem Friedensvertrag. Ja, die meisten Nationen wären jetzt zum Angriff übergegangen, aber für mich ist dieser Krieg eine nutzlose Geldverschwendung, die ich schnellstmöglich beenden will. Wenn ich keine Reparationszahlungen verlange, willigt er auch ein. Jetzt haben meine Arbeiter wieder was zu tun, denn viele mühsam aufgebauten Verbesserungen wurden zerstört.

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Fortsetzung folgt (?)

Fakten: Strategie-Spiel
Spieler: Single- und Multi-Player (aktuell im LAN-Modus gespielt)
Altersfreigabe: 12 Jahre
Webseite: http://www.civilization5.com/

Montag, 7. Mai 2012

Löwenherz - Ein König kehrt zurück


Richard Löwenherz wurde 1189 zum König von England gekrönt. Aber in diesem Brettspiel geht es nicht direkt diese Person, aber um einen neuen König.

Ich versuche mich gegen die anderen drei Barone zu behaupten, suche mir die strategisch besten Plätze für meine drei Burgen heraus. Aber auch meine Kontrahenten platzieren Ihre Burgen nicht schlecht, sodass mir kein Platz für meine letzte Burg gefällt. Zu jeder Burg gehört ein Ritter, denn sonst kann ich kein Land für mich beanspruchen. Und das große Ziel, dass ich verfolge ist, mehr wichtiges Land zu besitzen, als die anderen Barone.

Nur wie erreiche ich das Ziel? In der ersten Phase des Spiels spiele ich hauptsachlich Zaun-Aktionskarten, um meinen Ritter und meine Burg einzupferchen, denn erst wenn diese beiden vollkommen eingeschlossen sind, kann ich nach und nach das Land um diese Burg herum in Anspruch nehmen und nur so kann ich Punkte für meinen Sieg scheffeln. Also spiele ich, wenn ich ausreichend Geld habe und ausnahmsweise die richtige Aktionskarte in der Hand halte, die Erweiterungskarte. Erweitere ich mein Land um eine Wiese, so bringt mir das, außer weiteren Bauern, gar nichts, denn dieses Land ist strategisch nicht wichtig. Wälder bringen mir einen Punkt, denn damit kann man Bauen und den nächsten Winter überleben. Aber wirklich wichtig sind die wenigen Städte, die mir ganze drei Punkte bescheren. Wenn ich für kurze Zeit sogar die Hauptstadt halten kann, werden mit 5 Punkte zugeschrieben. Aber, um dem permanenten Geldmangel entgegenzuwirken benötige ich Minen, am besten die vier Unterschiedlichen: Kupfer, Silber, Gold und Diamant. Wenn ich doch nur die vier kontrollieren würde, bekäme ich jede Runde 4 Geld, für jede unterschiedliche Mine je 1 Geld. In der Regel kann ich für 3 bis 7 Geld eine Aktionskarte ausspielen. Neben den Zaun- und Erweiterungs-Aktionskarten gibt es noch die Ritter-, Friedens- und Deserteur-Aktionskarten. Mit der Ritter-Aktionskarte kann ich einen Ritter in mein Land setzen und wenn ich mehr Ritter, als mein Nachbar habe, kann ich über eine Erweiterungskarte diesem Land wegnehmen (die einmal gesammelten Siegpunkte darf er aber weiterhin behalten). Wenn mein Nachbar mehr Ritter als ich hat, bin ich diesem aber nicht automatisch für immer ausgeliefert. Ich kann entweder selbst weitere Ritter für mein Land kaufen, sodass wir wieder im Gleichgewicht und "Freunde" sind. Oder ich spiele eine Friedenskarte, die mein Nachbar auch nicht verhindern kann. Somit habe ich zumindest an dieser Grenze nichts mehr von diesem Baron zu befürchten. Aber dieser Schritt muss wohl überlegt sein, denn auch ich kann dem Nachbarn an dieser Grenze kein Land mehr wegnehmen, egal wie viele Ritter ich besitze.
Oder ich spiele die Deserteurkarte mit der ich einen Ritter vom angrenzenden Gegner verschwinden lassen kann. Und wenn wir dadurch gleich viele Ritter haben, kann keiner Land vom Anderen stehlen.

Und so kämpfe ich um jedes Feld und komme meinem Sieg langsam immer näher. Eine Burg steht noch ohne Umzäunung, aber ich ziehe keine Zaun-Aktionskarten mehr. Also konzentriere ich mich auf meine anderen zwei Burgen. Auch den anderen Baronen scheinen die Zaun-Aktionen ausgegangen zu sein. Es geht nur noch ums Erweitern. Ein Gegner hatte bis jetzt seine letzte Burg noch nicht vollständig umzäunt, weil aber noch weitere Burgen dieses Niemandsland für sich beansprucht haben, gab es hierfür bisher keine Punkte. Mit der geschickten Platzierung eines zweiten Ritters neben der Burg und der letzten Zaunkarte hat sich dieser Baron mehr als die Hälfte des Niemandslandes für sich beansprucht! Der Schuft hat auf einen Schlag über 20 Punkte für sich verbuchen können. Wie konnten wir das nur zulassen? Welch ein Stratege, der uns alle so vorgeführt hat. Er muss es verdient haben der neue König zu sein. Es ist Löwenherz, der das meiste Land für sich beanspruchen konnte. Mit einem Schlag hat er das ganze Blatt gewendet, alle Bürger und Herzoge hinter sich gebracht und das Ziel von 30 Siegpunkten erreicht. Eins ist sicher, dem nächsten König wird dieses Manöver nicht mehr gelingen, denn ich werde meine Nachfahren vor dieser Strategie warnen. Aber nun:

Lang lebe der König! Lang lebe König Löwenherz!

Fakten: Strategie-Spiel
Spieler: 2-4
Spielzeit: 90 Minuten
Altersempfehlung: Ab 12
Webseite: http://www.profeasy.com/Domaine/ hier könnt ihr eine (englische) interaktive Einführung ins Spiel finden.