Sonntag, 28. Oktober 2012

Spielemesse Essen 2012 - Teil 1

Ich muss zugeben, dass der letzte Eintrag viel zu lange her ist. Aber gibt es einen besseren Anlass, als die "Internationalen Spieletage SPIEL" in Essen, um wieder kontinuierlich zu schreiben? Ich glaube nicht! Ich werde die Spiele, die ich ausprobiert habe in mehreren Blogposts relativ kurz beschreiben.

Hubbly Bubbly Brew

Das erste Spiel, das ich auf der Spielemesse ausprobiert habe, hat sich, so viel nehme ich schon vorweg, als das beste ausprobierte Spiel herausgestellt. Als kleine Schülerin einer Hexenschule muss ich vier Tränke erstellen und dabei schneller und besser sein, als meine Mitschüler. Ein Trank besteht immer aus 4 unterschiedlichen Komponenten, die in pflanzlich, chemisch, fest und flüssig aufgeteilt werden. Jede Zutat gehört einer dieser Komponenten an, weist eine der vier Farben violett, rot, grün und blau auf und gibt unterschiedlich viele Punkte, wenn der Trank beendet ist.
Wenn der Trank nur aus Zutaten besteht, die eine Farbe aufweisen, gibt es am Ende Zusatzpunkte, die über Sieg oder Niederlage entscheiden können.
Klingt einfach, wenn die Mitschüler nett wären und mich bei meiner Arbeit nicht stören würden. Aber sie klauen mir meine Zutaten, vertauschen Ingredienzien oder machen einfach nur Chaos!

Fazit: Insgesamt bietet dieses Familienspiel sehr viel Unterhaltung, weil es sehr viel Interaktion und kleinere Gemeinheiten bietet. (Hier ein Blick auf das Design)

Fakten: Familien-Kartenspiel
Spieler: 2-4
Spielzeit: ca. 15-30 Minuten
Altersempfehlung: Ab 6
Webseite: www.hubblybubblybrew.com




Freitag, 10. August 2012

Avadon

Die schwarze Burg

Das lange, harte Training hat sich entlich ausgezahlt und Avadon hat mein wahres Potential erkannt. Ich, Sevoratha, wurde als Hand von Avadon angenommen. Ich darf für König Redbeard und den Pakt kämpfen. Wir Hände Avadons tuen alles in unserer Macht stehende, um Avadon und den Pakt zu beschützen. Wie wir das am besten bewerkstelligen, erfahren wir entweder von den sozenannten Herzen, oder König Redbeard persönlich. Denn nur sie wissen wirklich was im Land vor sich geht und wie es beschützt werden kann.

Im Prinzip sind alle Länder außerhalb des Paktes, auch Farlander genannt, unsere Feinde. Sie gehören nicht zu den fünf großen Nationen die sich für den Pakt zusammengeschlossen haben. Sie warten nur darauf, dass Avadon geschwächt ist und wollen es zerstören. Was gibt es ehrhafteres, als dies zu verhindern?
Screenshot aus Avadon: The Black Fortress

Nun stehe ich auf dem riesigen Vorplatz von Avadon und fühle mich ein wenig verloren. Die Tatsache, dass der Mann vor den Toren seine Hunde nicht ganz im Griff zu haben scheint, beruhigt mich auch nicht gerade...


Fakten: Oldschool-RPG
Spieler: Single-Player
Webseite: http://www.spidweb.com/avadon/

Dienstag, 3. Juli 2012

Shogun - Das Brettspiel

Wer wird der nächste Shogun?

Wir schreiben den Frühling des Jahres 1558 und ich,  Tokugawa Ieyasu, muss mich gegen Toyotomi Hideyoshi, Uesugi Kenshin, Takeda Shingen behaupten. Wir haben beschlossen, dass derjenige, der in zwei Jahren seine Provinzen am erfolgreichsten geführt hat, der neue Shogun werden soll. Und das ist mein Ziel: Shogun!

Jeder von uns herrscht derzeit über sechs Provinzen und momentan ist noch alles im Gleichgewicht. Wir alle verfügen über die gleiche Streitmacht und keine unserer Provinzen verfügt über einen Palast, Tempel oder Theater, aber das soll sich bald ändern. Derzeit habe ich 15 Gold, um mich um die Provinzen Ise, Shima, Hida, Etchu, Shinano, Echizen, Kozuke und Shimotsuke zu kümmern und diese zu verschönern. Aber wenn ich dort Paläste, Tempel oder Theater baue, so werden diese Provinzen auch für die anderen Daimyō attraktiv und es wird wahrscheinlich, dass sie diese übernehmen wollen. Also muss ich mich auch um meine Verteidigung kümmern. Außerdem muss ich Steuern eintreiben lassen, damit ich weiterhin Geld zur Verfügung habe. Reis muss ich auch aus einigen Provinzen einsammeln, denn wenn ich das nicht tue werden wir keinen Vorrat für den Winter haben und einige Leute würden verhungern.
Shogun - In Japan wird viel gekämpft.

Aber das beides gefällt den Untertanen der Provinzen überhaupt nicht. Einmal im Jahr kann man zwar entweder Geld oder Reis in einer Provinz einholen, ohne Gefahr zu laufen, dass es dort einen Aufstand gibt, aber beim zweiten Mal kommt es bereits zu einer Revolte in der betroffenen Provinz. Zur Not kann ich diese zwar mit meinen Samurai zerschlagen, aber höchstwahrscheinlich verliere ich einen Teil meiner Truppe. Wenn zu wenige Samurai in der Provinz sind, dann kann ich sogar die Provinz verlieren und sie wäre anschließend wieder unabhängig. Besonders schlimm wäre es, wenn ich dort bereits Gebäude gebaut hätte, denn davon würde ich nicht mehr profitieren.

In jeder arbeitsfähigen Jahreszeit, also außer im Winter, kann ich einen Palast, einen Tempel und ein Theater bauen. Ein Palast kostet 3 Gold, ein Tempel 2 Gold und ein Theater 1 Gold. Jedes Gebäude gibt mir am Ende des Jahres einen Anerkennungspunkt. Wenn ich am Ende des Jahres die Mehrheit der Paläste in einer Region halte, dann werden mir dafür sogar 3 Anerkennungspunkte gutgeschrieben. Die Mehrheit der Tempel bringt 2 und die Mehrheit an Theatern einen Punkt. Auch jede Provinz, die ich kontrolliere bringt mir am Ende jedes Jahres einen Punkt. Aber viele Provinzen zu kontrollieren ist nicht einfach, da die Streitmacht weiter verteilt ist und, weil jede Provinz im Winter versorgt werden will.

Ich kann pro arbeitsfähige Jahreszeit nur von einer Provinz Reis einsammeln, egal wie viele Provinzen ich kontrolliere. Die besten Provinzen bringen bis zu 5 Reisvorräte, die schlechtesten nur 2. Wenn ich im Frühjahr, Sommer und Herbst insgesamt 12 Reisvorräte einsammle, dann könnte ich theoretisch 12 Provinzen über diesen Winter bringen. Aber die Winter können hart sein und es können anderen Unglücke passieren, sodass mir von den 12 vorbereiteten Vorräten nur noch 8 übrig bleiben. Solche Ereignisse treffen zwar auch die anderen Daimyō, aber jede nicht versorgte Provinz kann zu Aufständen führen. Und diese Auswirkungen habe ich bereits erläutert.

Zu guter Letzt kann ich in jeder Arbeitssaison die Provinzen mit neuen Truppen verstärken. Fünf Truppen kosten 3 Gold und drei Truppen kosten 2 Gold. Für ein Goldstück kann ich eine Truppe in eine Provinz einberufen und beliebig viele Samurai aus dieser Provinz in eine angrenzende Provinz schicken. Aber Truppen sind ja nur dann sinnvoll, wenn es auch Kämpfe gibt. Es gibt zwei mögliche Kampfphasen, in denen man eine Provinz angreifen kann. Eigentlich sind alle Aktionen (Gebäude erreichten, Steuern und Reis eintreiben, Truppen einberufen) optional, aber es wird wohl keinen Daimyō geben, der darauf verzichtet Gold oder Reis einzutreiben. Den Kampf sollte man sich jedoch wohl überlegen. Denn wenn ich mich dazu entschließe mit einer meiner Provinz etwas anzugreifen, so gibt es kein Zurück mehr und ich muss mit den einem Teil der Truppen aus dieser Provinz angreifen. Auch wenn sich die Lage zu diesem Zeitpunkt zu meinem Nachteil verändert hat.

Wenn ich meine Strategie für den Frühling plane, dann kann ich in jeder Provinz höchstens eine Aktion ausführen. Ich kann also nicht aus Shinano erst den Reis einsammeln, neue Samurai-Truppen hinschicken und dann noch ein Gebäude dort bauen. Dadurch werde ich gezwungen, eine Provinz nicht außerordentlich zu bevorzugen. Ich kann zwar immer noch entscheiden, dass Shimotsuke meine kulturelle Hauptstadt wird, indem ich dort über mehrere Jahreszeiten überwiegend Gebäude baue, aber dafür kann diese Provinz nicht gleichzeitig mein militärischer Stützpunkt sein.

Sommer 1504

 Meine Provinzen haben sich ganz gut entwickelt, aber auch die anderen Daimyō kümmern sich um deren Provinzen. Ich habe leider schon Aufstände erlebt, aber diese noch niederschlagen können. Viel mehr Angst macht mir jedoch  Takeda Shingen, der seine Truppen direkt bei mir an der Grenze stationiert hat. Soll ich weiter in Ungewissheit leben, oder meine leicht stärkere Truppe gegen ihn in den Kampf schickten? Ich entscheide mich für letzteres.

Der Kampf, der ist schon etwas Besonderes. Bevor die Daimyō ihre Truppen gegeneinander hetzen, müssen diese durch den mysteriösen Turm geschickt werden. Das Problem ist, dass sich einige Truppen im Turm verirren und im Kampf nicht vorhanden sind, obwohl man diese doch so unbedingt braucht. Sie sind in der Regel nicht desertiert, sondert tauchen auch mal unverhofft in einem anderen Kampf wieder auf und kämpfen wieder auf der eigenen Seite. Es gab mal eine berühmte Schlacht zwischen Toyotomi Hideyoshi und Uesugi Kenshin. Hier hatte Daimyō  Toyotomi Hideyoshi 7 Truppen durch den Turm in den Kampf geschickt und nur 3 sind wieder herausgekommen. Uesugi Kenshin hatte hingen nur 4 verteidigende Truppen und diese sind alle wieder aus dem Turm herausgekommen. Trotz der großen Übermacht von 7 zu 4 hatte der verteidigende Daimyō Uesugi Kenshin seine Provinz halten können, da im Kampf nur noch 3 angreifende Truppen übrig waren. Somit konnte eine letzte Truppe diese Provinz halten. Aber dieses Glück hatte sich im folgenden Kampf wieder gewendet. Uesugi Kenshin hatte  Toyotomi Hideyoshi in einer anderen Provinz  mit 5 zu 2 angegriffen, aber nach dem Turm stand es nur noch 4 zu 5. Die Truppen des ersten Kampfes sind auf einmal 30 km weiter westlich aufgetaucht und haben verhindert, dass diese Provinz verloren wurde. Aber meistens sind die Auswirkungen des Turms nicht so dramatisch. Und prinzipiell gilt immer noch, dass je höher der Vorteil am Anfang, desto größer ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass man den Kampf wirklich gewinnt.

Zurück zu meinem Problem. Ich habe 6 Truppen und Takeda Shingen hat 3 in seiner Provinz. Eine Truppe muss ich bei mir stehen lassen, sonst würde sich diese Provinz sofort als unabhängig erklären. Also kämpfen 5 meiner Samurai-Gruppen gegen 3 seiner. Wir müssen unsere Truppen durch den mysteriösen Turm schicken und heraus kommen 3 gegen 3. Eigentlich bedeutet das, dass die Provinz unabhängig ist, weil sich alle Kämpfer gegenseitig töten. Aber einige Bauern der Provinz sind mit der Führung von Takeda Shingen nicht zufrieden, weil er schon Steuern von Ihnen eingetrieben hat und sie hoffen, dass es unter meiner Führung besser wird. Deswegen stürzen sich zwei kleine Gruppen verzweifelter Bauern auf die Samurai des Gegners und stellen sich ihm in den Weg. Dadurch, dass dieser kurz abgelenkt und damit beschäftigt waren diese Bauern abzustechen, habe meine Leute die Gunst der Stunde genutzt, um sich besser zu positionieren und so konnten sie die gegnerischen Samurai töten. Ich habe dank der Bauern nur eine meiner Truppen verloren. Ich will diese Provinz später mit einem neuen Theater belohnen.

Frühjahr 1505

Die zwei Jahre sind vorbei und obwohl ich das größte Imperium beherrsche bin ich nicht Shogun geworden. Ich hätte mich wohl mehr um die Kultur kümmern und mehr Reis eintreiben sollen. Ich habe in diesem Winter eine Provinz verloren... Aber was hätte ich tun sollen? Der Winter war außerordentlich hart und ich habe fünf Vorräte verloren! Somit kam es zu drei Aufständen, die ich nicht alle niederschlagen konnte...

Ich muss mich beugen und darauf hören, was Takeda Shingen der neue Shogun zu sagen hat.

Fakten: Strategie-Spiel
Spieler: 3-5
Spielzeit: 120 Minuten
Altersempfehlung: Ab 12
Webseite: http://www.queen-games.de/index.php?id=2028

Dienstag, 26. Juni 2012

Civilization 5 - Gods and Kings


Lang lebe Isabella Königin von Spanien!

Meine erste Stadt Madrid gründe ich direkt am Meer. Diese tolle Aussicht will ich mir für meinen Regierungssitz nicht nehmen lassen. Jetzt will ich mich schnell auf die Suche nach Stadtstaaten, natürlichen Wundern, Ruinen und anderen großen Zivilisationen begeben. Ein klarer Plan, für den ich sogar schon einen Krieger und einen Späher zur Verfügung habe.

Screenshot Civ 5 - Meine kleine Hauptstadt Madrid
Leider wird aus dem tollen Plan nichts, da ich schon nach kurzer Zeit mit meinem Späher auf Barbaren stoße. Diese erlegen zwar meine mutige Truppe nicht, aber so ein Barbarenlager kann ich um meine Heimatstadt nicht dulden. (Ich will ja nicht riskieren, dass diese meine einzige Stadt angreifen.) Also müssen meine Krieger das tun, wofür sie wirklich bestimmt sind: kämpfen! So ein kleines Barbarendorf nimmt man mit einer Kriegertruppe nicht an einem Tag ein. Also führe ich zwei Angriffswellen auf das Dorf aus und lasse meine Krieger danach etwas kurieren. Glücklicherweise sind meine Männer besser im Regenerieren, als die Barbaren, denn sonst könnte ich dieses Dorf nicht so schnell einnehmen. Etwas gestärkt folgt die dritte Angriffswelle mit der ich dieses unzivilisierte Dorf vernichte. Hierbei erbeute ich noch 25 Gold, was momentan noch gar nicht so wenig ist.

Mit den Spähern entdecke ich ein natürliches Wunder: Mt. Fuji. Jetzt weiß ich auch schon, wo ich meine nächste Stadt bauen will. Denn dieses Wunder bringt einer normalen anliegenden Stadt einige Boni, wie Glauben +3, +2 Gold und +3 Kultur. Für mich werden diese Erträge jedoch aufgrund meiner Zivilisationseigenschafft verdoppelt. Außerdem befinden sich hier Kühe und vielleicht noch andere nützliche Ressourcen, von denen ich noch nichts weiß? Aber es soll noch Jahre dauern, bis ich meine zweite Stadt wirklich gründen kann. Denn es gibt so vieles, das ich noch in meinem Kapitol errichten muss. Wegen der anderen Barbaren um meine Siedlung herum brauche ich noch einen Kriegertrupp. Für ein schnelleres Wachstum meiner Stadt benötige ich aber auch einen Kornspeicher. Achja, einen Arbeiter brauche ich ja auch, damit die Felder besser bewirtschaftet werden.

Und worauf soll sich Madrid konzentrieren? Die Produktion oder auf Nahrungsmittel oder doch lieber auf Gold? Wenn ich anfangs eher einen Fokus auf Nahrungsmittel setze, habe ich bald mehr Personen, die die Felder bearbeiten können. Also kann ich danach effektiver auf Produktion setzten. Aber bis der Kornspeicher, mit dem ich +2 Nahrungsmittel produziere, fertig ist, dauert es 12 Runden, eine halbe Ewigkeit.

Screenshot Civ 5 - Hier bestimme ich die Produktion.
Also erkunde ich weiter mit meinem Späher und entdecke ein paar Stadtstaaten. Auch diese werden von den Barbaren in der Umgebung verunsichert. Wenn ich denen helfe, steige ich in deren Gunst. Sie sind dann nicht mehr neutral mir gegenüber, sondern mit mir befreundet. Aber so eine Freundschaft ist noch nicht viel Wert. Erst wenn wir Verbündete sind, bieten mir die Stadtstaaten wirkliche Vorteile. Manche versprechen mir militärische Einheiten, andere Luxusgüter oder Ressourcen. Ja, auf so etwas will ich nicht verzichten und ich bemühe mich deren Aufträge zur vollkommenen Zufriedenheit zu erfüllen.

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Meine Erfolge, wie das Erbauen der Pyramiden, haben sich wohl rumgesprochen und Neid ausgelöst. Anders kann ich mir nicht erklären, warum die Schweden mir den Krieg erklärt haben. Nunja, ein weiterer Grund fiele mir doch noch ein... meine geringe Verteidigung. Denn außer den paar Kriegern, die in weit entfernten Ländern primitive Barbaren vernichten, habe ich nicht viel, das meine drei Städte verteidigt. Nun muss ich das leider ganz schnell ändern. Die Krieger werden zurückgerufen, die Produktion der Kornkammer in der neuen Stadt eingestellt und stattdessen wird für ein kleines Vermögen noch eine zweite Kriegstruppe gekauft. In meiner Hauptstadt werden Komposit-Bogenschützen rekrutiert und auch hier musste das andere Bauprojekt vorläufig auf Eis gelegt werden.

Nun fallen auch meine Einnahmen nicht mehr so groß aus, denn all diese Einheiten kosten. Und eigentlich wollte ich doch nur friedlich vor mich hinleben und meine Kultur verbreiten. Mit der eilig einberufenen Armee schaffe ich es die erste Angriffswelle aus zwei Kriegern und einem Bogenschützen zurückzuschlagen. Hierbei hat die Stadt mitgeholfen, da ich hiermit pro Runde auch einmal angreifen kann.

Aber so schnell geben die Schweden nicht auf und schicken immer wieder Truppen zu mir. Jetzt ist deren Überraschungseffekt jedoch verflogen und meine Stadt vorläufig gesichert. Dennoch will ich, dass der Krieg mit Schweden beendet wird und frage nach einem Friedensvertrag. Ja, die meisten Nationen wären jetzt zum Angriff übergegangen, aber für mich ist dieser Krieg eine nutzlose Geldverschwendung, die ich schnellstmöglich beenden will. Wenn ich keine Reparationszahlungen verlange, willigt er auch ein. Jetzt haben meine Arbeiter wieder was zu tun, denn viele mühsam aufgebauten Verbesserungen wurden zerstört.

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Fortsetzung folgt (?)

Fakten: Strategie-Spiel
Spieler: Single- und Multi-Player (aktuell im LAN-Modus gespielt)
Altersfreigabe: 12 Jahre
Webseite: http://www.civilization5.com/

Dienstag, 19. Juni 2012

Dear Esther



So hieß mein kurzer Ausflug auf eine (einsame?) wunderschöne Insel in Schottland. Ich kann will niemandem zu viel vom eigentlichen Spiel verraten...Deswegen schreibe ich nur so viel:


Screenshot Dear Esther - Wo bin ich?
Screenshot Dear Esther - Verfallenes Haus
Die Insel selbst ist beeindruckend und wunderschön, weshalb es Spaß macht diese zu erkunden. So gesehen hat sich mein Ausflug gelohnt und ich habe diese Reise genossen. Aber aus der Erzählung bin ich nicht wirklich schlau geworden. Genau genommen, hat es mich eher verwirrt zurückgelassen...Würde es helfen, das "Spiel" noch einmal zu spielen? Und kann man "Dear Esther" überhaupt verstehen?... Ich weiß es nicht!

Fakten: Erkundungs-Spiel
Spieler: Single-Player
Altersfreigabe: -
Webseite: http://dear-esther.com/

Dienstag, 12. Juni 2012

King of Tokio

Nur King Kong hatte es einfach

In Tokyo steht wie jedes Jahr seit 3106 eine neue „Invasion“ bevor und die seltsamsten Wesen versuchen diese Stadt für sich zu erobern. Ich habe von allen anwesenden potentiellen Eroberern die wohl weiteste Reise hinter mich gebracht. Ganze 1 000 Lichtjahre musste ich zurücklegen, aber dieses große Spektakel konnte ich mir nicht entgehen lassen. Ich heiße zwar eigentlich ααπγβ, aber die anderen hier nennen mich einfach Alienoid. Dieses Jahr kämpfen noch Space Bunny, Gigazaur und Kraken mit mir um die Vorherrschaft in Tokio.
Alienoid - Der neue King Kong aus dem Weltall?

Genau genommen ist es keine echte Invasion, viel eher eine „Universumsmeisterschaft“, kurz UM genannt. Es gibt klare Regeln, wie gekämpft wird und wer sich am Ende des Wettkampfes „King of Tokyo“ nennen darf. Jeder von uns beginnt mit 10 Lebenseinheiten, 0 Energiestein und 0 Siegessternen. Für jeden Schlag, den wir von einem Gegner einstecken, verlieren wir einen Lebenspunkt. Wer bei 0 Leben landet, scheidet aus. Aber das eigentliche Ziel besteht darin, 20 Siegessterne zu sammeln. Wie das geht, will ich gleich zeigen, da ich dieses Jahr beginne.
Ich werfe mit 6 magischen Würfeln. Mein Ergebnis besteht aus: Blitz, Blitz, Herz, Herz, 1, 1.

Weil mir das erste Wurfergebnis nicht gefällt, darf ich bestimmen mit welchen Würfeln ich nochmal würfeln will. Hiervon will ich eigentlich kein Ergebnis behalten, also werfe ich mit allen Würfeln: Klaue, Klaue, 1, 1, 2, 3. Wieder nur Mist. Eine Klaue lege ich zur Seite und würfle mit den restlichen vier Würfeln: Blitz, 1, 1, 3, 3. Also muss ich mich mit dem folgenden Ergebnis zufrieden geben: Blitz, Klaue, 1, 1, 3, 3. Dieses Ergebnis muss ich akzeptieren, obwohl es mir überhaupt nicht passt, denn ich darf maximal drei Mal würfeln.  
Das kompakte Tokyo wurde von Gigazaur eingenommen.

 

Was habe ich von diesem Ergebnis?

Nun, für jedes Blitzsymbol am Ende meines Wurfes, erhalte ich einen Energiestein. Diese kann ich über mehrere Runden sammeln. Mit 3 bis 7 Energiesteinen kann ich mir eine von drei verfügbaren Zusatzfunktionen kaufen. Aber eigentlich brauchen das nur die Schwachen, also ich nicht! Wer beispielsweise 7 Energiesteine bezahlt, kann einmal sterben und wird mit 0 Siegespunkten wiedererweckt. Nachdem eine Zusatzfunktion gekauft wurde, wird dort wieder eine neue Zusatzfunktion hinzugefügt, sodass wir immer aus dreien auswählen können. 

Bei meinem ersten Wurf hatte ich noch ein Herz geworfen. Aber da ich es nicht gebraucht habe, habe ich diesen Würfel abermals gewürfelt und diesen Effekt nicht erhalten. Eigentlich ist das Herzsymbol auch nur was für Weicheier, aber andererseits ist es doch manchmal recht nützlich. Für jedes Herzsymbol können wir einen Lebenspunkt zurückerhalten. Aber zum einen kann man nicht (ohne Weiteres) über 10 Lebenspunkte hinauskommen und wenn man sich in Tokyo befindet, kann man sich dort auch nicht regenerieren. Da ich aber noch 10 Lebenspunkte habe, wollte ich dieses Ergebnis nicht behalten.

Das letzte Symbol ist eine Klaue, mit dieser verteilt man Schaden an die anderen Mitstreiter. Wenn man alle anderen Mitstreiter außer Gefecht gesetzt hat, hat man auch gewonnen, aber das ist gar nicht so einfach und passiert nur etwa alle 10 Jahre. Da ich diese UM eröffnet habe, befindet sich noch niemand in Tokyo und das bedeutet, dass ich mit der Klaue Tokyo von den Menschen befreien und als erste King of Tokyo genannt werde (zumindest für kurze Zeit). Für den Einzug in Tokyo erhalte ich meinen ersten Siegespunkt. (Auf die normale Funktionsweise der Klaue gehe ich gleich ein.)

Nun zu den Zahlen. Auch hierüber kann man Siegespunkte sammeln. Aber für meine Kombination gibt es keine Punkte, denn man muss nach dem letzten Wurf drei gleiche Zahlen haben, um ein Mal die gezeigte Zahl als Siegespunkte gutgeschrieben zu bekommen. Also, hätte ich 1, 1, 1 geworfen, hätte ich einen weiteren Siegespunkt erhalten. Ähm, wow… aber den habe ich mir ja nicht einmal verdient. Bei 3, 3 ,3 gäbe es wiederum 3 Siegespunkte und das ist nicht schlecht.

Am Ende meiner Runde habe ich also 1 Siegespunkt, weil ich Tokyo eingenommen habe und einen Energiestein.

 

Space Bunny-Runde

Space Bunny hat am Ende seines Wurfes 2, 2, 2, ein Herz, Herz und eine Klaue gewürfelt. Für die Zahlen erhält Space Bunny zwei Siegespunkte. Das Herz bringt nichts, da Space Bunny Immer noch über 10 Lebenspunkte verfügt. Nun, da ich in Tokyo bin, habe ich alle Aggressionen auf mich gezogen und erhalte für jede Klaue am Ende eines Wurfes einen Lebenspunkt abgezogen. Jetzt kann ich entscheiden, ob ich mich jetzt schon aus Tokyo zurückziehe und diese Metropole Space Bunny überlasse. Wenn ich das machen würde, bekäme Space Bunny einen Siegespunkt für den Einzug in Tokyo und Space Bunny würde alle kommenden Klauen von seinem Leben abziehen müssen. Aber weil ich noch so viele Lebenspunkte habe, bleibe ich noch in Tokyo. Wenn ich es eine ganze Runde hier aushalte, bekomme ich in meinem Zug 2 Siegespunkte und die will ich mir nicht entgehen lassen.

 

Gigazaur und Kraken

Die beiden haben zwar keine Siegespunkte erhalten,  mir jedoch mit deren letzten Würfen insgesamt 5 Schadenspunkte zugefügt, sodass ich nur noch 4 Leben habe. Und ich kann mich in meiner Runde nicht heilen. Aber so schnell wollte ich Tokyo nicht aufgeben. Die Chance, dass Space Bunny gleich 4 Klauen würfelt ist so gering, dass ich das Risiko eingegangen bin. 

 

Alienoid schlägt zurück

Ich werfe zwei Klauen, zwei Herzen, einen Blitz und eine 3. Bis auf die Klauen werfe ich alle Würfel abermals und erhalte Klaue, Herz und 2, 3. Da ich mich, wie bereits erwähnt, in Tokyo nicht heilen kann und mir eine 2 und eine 3 auch nichts bringen, will ich diese Runde Rache ausüben. Beim letzten Wurf erhalte ich noch zwei 2er, die mir leider nichts bringen und einen Blitz. Also habe ich drei Klauen, zwei 2er und einen Blitz.

Das beste sind die 3 Klauen, die ich geworfen habe. Nun da ich King of Tokyo bin, kann ich es den anderen Heimzahlen, jeder Mitspieler erhält nun 3 Schadenspunkte von mir, sodass alle außer mir auch nur noch 7 Lebenspunkte haben. Da Space Bunny mich in seiner Runde nicht getroffen hat, bin ich zwar in Tokyo geblieben, jedoch habe ich Gigazaur gerne Platz gemacht, insbesondere, weil er mir zwei Schadenspunkte zugefügt hat. Nun sollte ich alles daran setzen, mich in meiner Runde zu heilen.

 

Das Ende

…ist nicht so ausgefallen, wie ich es gerne hätte. Der Feige Gigazaur war so gut wie nie „King of Tokyo“ und dennoch hat er mit 3 Lebenspunkten den Titel erhalten, weil er als erstes 20 Siegespunkte erhalten hat. Meine Kampfkraft hat mir diesmal nicht so viel gebracht. Ich konnte zwar Kraken ausschalten, aber mit nur 11 Siegespunkten bin ich auf dem dritten Platz gelandet, weil Space Bunny bereits 18 Siegespunkte gesammelt hatte. Ich hätte ihn nur noch einmal erwischen müssen und dann hätte ich ihn auch ausgeschaltet. Nun, nächstes Jahr wird γβαπα kommen und unsere Rasse vertreten. Ich hoffe der Titel „King of Tokyo“ wird dann nächstes Jahr an uns gehen.

Fakten: Spaß-Spiel
Spieler: 2-6
Spielzeit: ca. 30 Minuten
Altersempfehlung: Ab 8
Webseite: http://www.heidelbaer.de/einzelansicht-spiel/spiel/king_of_tokyo/
 

Dienstag, 5. Juni 2012

Limbo

Gefangen in einer dunklen Welt


Ich liege am Boden in einer fremden Welt. Alles um mich herum ist schwarz oder grau. Wo bin ich hier? Was mache ich hier?
Ich hebe meinen Kopf und sehe, dass ich mich in einem dunklen Wald befinde, aber viel mehr als riesige Bäume, Geäst und Gräser kann ich in dieser Dunkelheit nicht erkennen.

Screenshot: Limbo - Eine unheimliche Welt
Länger als nötig will ich hier nicht liegen bleiben, da der Boden kalt und wegen des ganzen Nebels noch dazu feucht ist. Nur wo soll ich hingehen? Werde ich weitere Menschen treffen? Ich gehe langsam durch diese dunkle, stille Welt. In der Ferne sehe ich einen kleinen See mit einem Boot. So kann ich auf die andere Seite des Sees kommen.

Screenshot: Limbo - Romantische Bootsfahrt?
Ich springe auf der anderen Seite des Sees wieder vom Boot und will meinen Weg fortsetzen, aber hier komme ich zunächst nicht weiter, weil die Böschung zu steil und zu hoch ist, sodass ich dort nicht hochklettern kann. Soll ich wieder umkehren? Oder hier warten, bis mich jemand hier findet?

Ich sehe mir das Boot genauer an und entdecke einen Griff, an dem ich das Boot auf das Land ziehe. Ich klettere auf das Bootsheck und springe auf die Böschung. Nun kann ich meinen Weg fortsetzen.

Screenshot: Limbo - Wie komme ich hier weiter?
Nach ein paar Minuten Fußmarsch sehe ich auf dem Boden zwei aktive Bärenfallen liegen. Beide kann ich bestimmt nicht überspringen. Ich frage mich, was wohl passieren würde, wenn ich aus Versehen hineintreten würde? Wahrscheinlich würde ich vollkommen zerfetzt werden. Nun muss ich mir einen sicheren Weg überlegen...



Screenshot: Limbo - So will ich nicht enden.

Fakten: Rätsel-Spiel
Spieler: Single-Player
Altersfreigabe: 16 Jahre
Webseite: http://limbogame.org/

*********************************************************************************
Ich habe das Spiel gerne gespielt und muss zugeben, dass das Sterben ganz schön brutal sein kann. Aber, da das ganze Spiel ist in schwarz-weiß gehalten ist, ist mir das nicht besonders aufgefallen. Ich hatte eigentlich gedacht, dass das Spiel ab 12 Jahren freigegeben wäre. Nun habe ich aber erfahren, dass es von der USK ab 16 eingestuft wurde. Das hat mich schon etwas überrascht. Aber sehr viel erstaunlicher finde ich die PEGI Einstufung: Ab 18! Hier frage ich mich wirklich, worauf diese Einstufung basiert.

Was meint ihr, ist diese Einstufung gerechtfertigt?