Dienstag, 26. Juni 2012

Civilization 5 - Gods and Kings


Lang lebe Isabella Königin von Spanien!

Meine erste Stadt Madrid gründe ich direkt am Meer. Diese tolle Aussicht will ich mir für meinen Regierungssitz nicht nehmen lassen. Jetzt will ich mich schnell auf die Suche nach Stadtstaaten, natürlichen Wundern, Ruinen und anderen großen Zivilisationen begeben. Ein klarer Plan, für den ich sogar schon einen Krieger und einen Späher zur Verfügung habe.

Screenshot Civ 5 - Meine kleine Hauptstadt Madrid
Leider wird aus dem tollen Plan nichts, da ich schon nach kurzer Zeit mit meinem Späher auf Barbaren stoße. Diese erlegen zwar meine mutige Truppe nicht, aber so ein Barbarenlager kann ich um meine Heimatstadt nicht dulden. (Ich will ja nicht riskieren, dass diese meine einzige Stadt angreifen.) Also müssen meine Krieger das tun, wofür sie wirklich bestimmt sind: kämpfen! So ein kleines Barbarendorf nimmt man mit einer Kriegertruppe nicht an einem Tag ein. Also führe ich zwei Angriffswellen auf das Dorf aus und lasse meine Krieger danach etwas kurieren. Glücklicherweise sind meine Männer besser im Regenerieren, als die Barbaren, denn sonst könnte ich dieses Dorf nicht so schnell einnehmen. Etwas gestärkt folgt die dritte Angriffswelle mit der ich dieses unzivilisierte Dorf vernichte. Hierbei erbeute ich noch 25 Gold, was momentan noch gar nicht so wenig ist.

Mit den Spähern entdecke ich ein natürliches Wunder: Mt. Fuji. Jetzt weiß ich auch schon, wo ich meine nächste Stadt bauen will. Denn dieses Wunder bringt einer normalen anliegenden Stadt einige Boni, wie Glauben +3, +2 Gold und +3 Kultur. Für mich werden diese Erträge jedoch aufgrund meiner Zivilisationseigenschafft verdoppelt. Außerdem befinden sich hier Kühe und vielleicht noch andere nützliche Ressourcen, von denen ich noch nichts weiß? Aber es soll noch Jahre dauern, bis ich meine zweite Stadt wirklich gründen kann. Denn es gibt so vieles, das ich noch in meinem Kapitol errichten muss. Wegen der anderen Barbaren um meine Siedlung herum brauche ich noch einen Kriegertrupp. Für ein schnelleres Wachstum meiner Stadt benötige ich aber auch einen Kornspeicher. Achja, einen Arbeiter brauche ich ja auch, damit die Felder besser bewirtschaftet werden.

Und worauf soll sich Madrid konzentrieren? Die Produktion oder auf Nahrungsmittel oder doch lieber auf Gold? Wenn ich anfangs eher einen Fokus auf Nahrungsmittel setze, habe ich bald mehr Personen, die die Felder bearbeiten können. Also kann ich danach effektiver auf Produktion setzten. Aber bis der Kornspeicher, mit dem ich +2 Nahrungsmittel produziere, fertig ist, dauert es 12 Runden, eine halbe Ewigkeit.

Screenshot Civ 5 - Hier bestimme ich die Produktion.
Also erkunde ich weiter mit meinem Späher und entdecke ein paar Stadtstaaten. Auch diese werden von den Barbaren in der Umgebung verunsichert. Wenn ich denen helfe, steige ich in deren Gunst. Sie sind dann nicht mehr neutral mir gegenüber, sondern mit mir befreundet. Aber so eine Freundschaft ist noch nicht viel Wert. Erst wenn wir Verbündete sind, bieten mir die Stadtstaaten wirkliche Vorteile. Manche versprechen mir militärische Einheiten, andere Luxusgüter oder Ressourcen. Ja, auf so etwas will ich nicht verzichten und ich bemühe mich deren Aufträge zur vollkommenen Zufriedenheit zu erfüllen.

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Meine Erfolge, wie das Erbauen der Pyramiden, haben sich wohl rumgesprochen und Neid ausgelöst. Anders kann ich mir nicht erklären, warum die Schweden mir den Krieg erklärt haben. Nunja, ein weiterer Grund fiele mir doch noch ein... meine geringe Verteidigung. Denn außer den paar Kriegern, die in weit entfernten Ländern primitive Barbaren vernichten, habe ich nicht viel, das meine drei Städte verteidigt. Nun muss ich das leider ganz schnell ändern. Die Krieger werden zurückgerufen, die Produktion der Kornkammer in der neuen Stadt eingestellt und stattdessen wird für ein kleines Vermögen noch eine zweite Kriegstruppe gekauft. In meiner Hauptstadt werden Komposit-Bogenschützen rekrutiert und auch hier musste das andere Bauprojekt vorläufig auf Eis gelegt werden.

Nun fallen auch meine Einnahmen nicht mehr so groß aus, denn all diese Einheiten kosten. Und eigentlich wollte ich doch nur friedlich vor mich hinleben und meine Kultur verbreiten. Mit der eilig einberufenen Armee schaffe ich es die erste Angriffswelle aus zwei Kriegern und einem Bogenschützen zurückzuschlagen. Hierbei hat die Stadt mitgeholfen, da ich hiermit pro Runde auch einmal angreifen kann.

Aber so schnell geben die Schweden nicht auf und schicken immer wieder Truppen zu mir. Jetzt ist deren Überraschungseffekt jedoch verflogen und meine Stadt vorläufig gesichert. Dennoch will ich, dass der Krieg mit Schweden beendet wird und frage nach einem Friedensvertrag. Ja, die meisten Nationen wären jetzt zum Angriff übergegangen, aber für mich ist dieser Krieg eine nutzlose Geldverschwendung, die ich schnellstmöglich beenden will. Wenn ich keine Reparationszahlungen verlange, willigt er auch ein. Jetzt haben meine Arbeiter wieder was zu tun, denn viele mühsam aufgebauten Verbesserungen wurden zerstört.

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Fortsetzung folgt (?)

Fakten: Strategie-Spiel
Spieler: Single- und Multi-Player (aktuell im LAN-Modus gespielt)
Altersfreigabe: 12 Jahre
Webseite: http://www.civilization5.com/

Dienstag, 19. Juni 2012

Dear Esther



So hieß mein kurzer Ausflug auf eine (einsame?) wunderschöne Insel in Schottland. Ich kann will niemandem zu viel vom eigentlichen Spiel verraten...Deswegen schreibe ich nur so viel:


Screenshot Dear Esther - Wo bin ich?
Screenshot Dear Esther - Verfallenes Haus
Die Insel selbst ist beeindruckend und wunderschön, weshalb es Spaß macht diese zu erkunden. So gesehen hat sich mein Ausflug gelohnt und ich habe diese Reise genossen. Aber aus der Erzählung bin ich nicht wirklich schlau geworden. Genau genommen, hat es mich eher verwirrt zurückgelassen...Würde es helfen, das "Spiel" noch einmal zu spielen? Und kann man "Dear Esther" überhaupt verstehen?... Ich weiß es nicht!

Fakten: Erkundungs-Spiel
Spieler: Single-Player
Altersfreigabe: -
Webseite: http://dear-esther.com/

Dienstag, 12. Juni 2012

King of Tokio

Nur King Kong hatte es einfach

In Tokyo steht wie jedes Jahr seit 3106 eine neue „Invasion“ bevor und die seltsamsten Wesen versuchen diese Stadt für sich zu erobern. Ich habe von allen anwesenden potentiellen Eroberern die wohl weiteste Reise hinter mich gebracht. Ganze 1 000 Lichtjahre musste ich zurücklegen, aber dieses große Spektakel konnte ich mir nicht entgehen lassen. Ich heiße zwar eigentlich ααπγβ, aber die anderen hier nennen mich einfach Alienoid. Dieses Jahr kämpfen noch Space Bunny, Gigazaur und Kraken mit mir um die Vorherrschaft in Tokio.
Alienoid - Der neue King Kong aus dem Weltall?

Genau genommen ist es keine echte Invasion, viel eher eine „Universumsmeisterschaft“, kurz UM genannt. Es gibt klare Regeln, wie gekämpft wird und wer sich am Ende des Wettkampfes „King of Tokyo“ nennen darf. Jeder von uns beginnt mit 10 Lebenseinheiten, 0 Energiestein und 0 Siegessternen. Für jeden Schlag, den wir von einem Gegner einstecken, verlieren wir einen Lebenspunkt. Wer bei 0 Leben landet, scheidet aus. Aber das eigentliche Ziel besteht darin, 20 Siegessterne zu sammeln. Wie das geht, will ich gleich zeigen, da ich dieses Jahr beginne.
Ich werfe mit 6 magischen Würfeln. Mein Ergebnis besteht aus: Blitz, Blitz, Herz, Herz, 1, 1.

Weil mir das erste Wurfergebnis nicht gefällt, darf ich bestimmen mit welchen Würfeln ich nochmal würfeln will. Hiervon will ich eigentlich kein Ergebnis behalten, also werfe ich mit allen Würfeln: Klaue, Klaue, 1, 1, 2, 3. Wieder nur Mist. Eine Klaue lege ich zur Seite und würfle mit den restlichen vier Würfeln: Blitz, 1, 1, 3, 3. Also muss ich mich mit dem folgenden Ergebnis zufrieden geben: Blitz, Klaue, 1, 1, 3, 3. Dieses Ergebnis muss ich akzeptieren, obwohl es mir überhaupt nicht passt, denn ich darf maximal drei Mal würfeln.  
Das kompakte Tokyo wurde von Gigazaur eingenommen.

 

Was habe ich von diesem Ergebnis?

Nun, für jedes Blitzsymbol am Ende meines Wurfes, erhalte ich einen Energiestein. Diese kann ich über mehrere Runden sammeln. Mit 3 bis 7 Energiesteinen kann ich mir eine von drei verfügbaren Zusatzfunktionen kaufen. Aber eigentlich brauchen das nur die Schwachen, also ich nicht! Wer beispielsweise 7 Energiesteine bezahlt, kann einmal sterben und wird mit 0 Siegespunkten wiedererweckt. Nachdem eine Zusatzfunktion gekauft wurde, wird dort wieder eine neue Zusatzfunktion hinzugefügt, sodass wir immer aus dreien auswählen können. 

Bei meinem ersten Wurf hatte ich noch ein Herz geworfen. Aber da ich es nicht gebraucht habe, habe ich diesen Würfel abermals gewürfelt und diesen Effekt nicht erhalten. Eigentlich ist das Herzsymbol auch nur was für Weicheier, aber andererseits ist es doch manchmal recht nützlich. Für jedes Herzsymbol können wir einen Lebenspunkt zurückerhalten. Aber zum einen kann man nicht (ohne Weiteres) über 10 Lebenspunkte hinauskommen und wenn man sich in Tokyo befindet, kann man sich dort auch nicht regenerieren. Da ich aber noch 10 Lebenspunkte habe, wollte ich dieses Ergebnis nicht behalten.

Das letzte Symbol ist eine Klaue, mit dieser verteilt man Schaden an die anderen Mitstreiter. Wenn man alle anderen Mitstreiter außer Gefecht gesetzt hat, hat man auch gewonnen, aber das ist gar nicht so einfach und passiert nur etwa alle 10 Jahre. Da ich diese UM eröffnet habe, befindet sich noch niemand in Tokyo und das bedeutet, dass ich mit der Klaue Tokyo von den Menschen befreien und als erste King of Tokyo genannt werde (zumindest für kurze Zeit). Für den Einzug in Tokyo erhalte ich meinen ersten Siegespunkt. (Auf die normale Funktionsweise der Klaue gehe ich gleich ein.)

Nun zu den Zahlen. Auch hierüber kann man Siegespunkte sammeln. Aber für meine Kombination gibt es keine Punkte, denn man muss nach dem letzten Wurf drei gleiche Zahlen haben, um ein Mal die gezeigte Zahl als Siegespunkte gutgeschrieben zu bekommen. Also, hätte ich 1, 1, 1 geworfen, hätte ich einen weiteren Siegespunkt erhalten. Ähm, wow… aber den habe ich mir ja nicht einmal verdient. Bei 3, 3 ,3 gäbe es wiederum 3 Siegespunkte und das ist nicht schlecht.

Am Ende meiner Runde habe ich also 1 Siegespunkt, weil ich Tokyo eingenommen habe und einen Energiestein.

 

Space Bunny-Runde

Space Bunny hat am Ende seines Wurfes 2, 2, 2, ein Herz, Herz und eine Klaue gewürfelt. Für die Zahlen erhält Space Bunny zwei Siegespunkte. Das Herz bringt nichts, da Space Bunny Immer noch über 10 Lebenspunkte verfügt. Nun, da ich in Tokyo bin, habe ich alle Aggressionen auf mich gezogen und erhalte für jede Klaue am Ende eines Wurfes einen Lebenspunkt abgezogen. Jetzt kann ich entscheiden, ob ich mich jetzt schon aus Tokyo zurückziehe und diese Metropole Space Bunny überlasse. Wenn ich das machen würde, bekäme Space Bunny einen Siegespunkt für den Einzug in Tokyo und Space Bunny würde alle kommenden Klauen von seinem Leben abziehen müssen. Aber weil ich noch so viele Lebenspunkte habe, bleibe ich noch in Tokyo. Wenn ich es eine ganze Runde hier aushalte, bekomme ich in meinem Zug 2 Siegespunkte und die will ich mir nicht entgehen lassen.

 

Gigazaur und Kraken

Die beiden haben zwar keine Siegespunkte erhalten,  mir jedoch mit deren letzten Würfen insgesamt 5 Schadenspunkte zugefügt, sodass ich nur noch 4 Leben habe. Und ich kann mich in meiner Runde nicht heilen. Aber so schnell wollte ich Tokyo nicht aufgeben. Die Chance, dass Space Bunny gleich 4 Klauen würfelt ist so gering, dass ich das Risiko eingegangen bin. 

 

Alienoid schlägt zurück

Ich werfe zwei Klauen, zwei Herzen, einen Blitz und eine 3. Bis auf die Klauen werfe ich alle Würfel abermals und erhalte Klaue, Herz und 2, 3. Da ich mich, wie bereits erwähnt, in Tokyo nicht heilen kann und mir eine 2 und eine 3 auch nichts bringen, will ich diese Runde Rache ausüben. Beim letzten Wurf erhalte ich noch zwei 2er, die mir leider nichts bringen und einen Blitz. Also habe ich drei Klauen, zwei 2er und einen Blitz.

Das beste sind die 3 Klauen, die ich geworfen habe. Nun da ich King of Tokyo bin, kann ich es den anderen Heimzahlen, jeder Mitspieler erhält nun 3 Schadenspunkte von mir, sodass alle außer mir auch nur noch 7 Lebenspunkte haben. Da Space Bunny mich in seiner Runde nicht getroffen hat, bin ich zwar in Tokyo geblieben, jedoch habe ich Gigazaur gerne Platz gemacht, insbesondere, weil er mir zwei Schadenspunkte zugefügt hat. Nun sollte ich alles daran setzen, mich in meiner Runde zu heilen.

 

Das Ende

…ist nicht so ausgefallen, wie ich es gerne hätte. Der Feige Gigazaur war so gut wie nie „King of Tokyo“ und dennoch hat er mit 3 Lebenspunkten den Titel erhalten, weil er als erstes 20 Siegespunkte erhalten hat. Meine Kampfkraft hat mir diesmal nicht so viel gebracht. Ich konnte zwar Kraken ausschalten, aber mit nur 11 Siegespunkten bin ich auf dem dritten Platz gelandet, weil Space Bunny bereits 18 Siegespunkte gesammelt hatte. Ich hätte ihn nur noch einmal erwischen müssen und dann hätte ich ihn auch ausgeschaltet. Nun, nächstes Jahr wird γβαπα kommen und unsere Rasse vertreten. Ich hoffe der Titel „King of Tokyo“ wird dann nächstes Jahr an uns gehen.

Fakten: Spaß-Spiel
Spieler: 2-6
Spielzeit: ca. 30 Minuten
Altersempfehlung: Ab 8
Webseite: http://www.heidelbaer.de/einzelansicht-spiel/spiel/king_of_tokyo/
 

Dienstag, 5. Juni 2012

Limbo

Gefangen in einer dunklen Welt


Ich liege am Boden in einer fremden Welt. Alles um mich herum ist schwarz oder grau. Wo bin ich hier? Was mache ich hier?
Ich hebe meinen Kopf und sehe, dass ich mich in einem dunklen Wald befinde, aber viel mehr als riesige Bäume, Geäst und Gräser kann ich in dieser Dunkelheit nicht erkennen.

Screenshot: Limbo - Eine unheimliche Welt
Länger als nötig will ich hier nicht liegen bleiben, da der Boden kalt und wegen des ganzen Nebels noch dazu feucht ist. Nur wo soll ich hingehen? Werde ich weitere Menschen treffen? Ich gehe langsam durch diese dunkle, stille Welt. In der Ferne sehe ich einen kleinen See mit einem Boot. So kann ich auf die andere Seite des Sees kommen.

Screenshot: Limbo - Romantische Bootsfahrt?
Ich springe auf der anderen Seite des Sees wieder vom Boot und will meinen Weg fortsetzen, aber hier komme ich zunächst nicht weiter, weil die Böschung zu steil und zu hoch ist, sodass ich dort nicht hochklettern kann. Soll ich wieder umkehren? Oder hier warten, bis mich jemand hier findet?

Ich sehe mir das Boot genauer an und entdecke einen Griff, an dem ich das Boot auf das Land ziehe. Ich klettere auf das Bootsheck und springe auf die Böschung. Nun kann ich meinen Weg fortsetzen.

Screenshot: Limbo - Wie komme ich hier weiter?
Nach ein paar Minuten Fußmarsch sehe ich auf dem Boden zwei aktive Bärenfallen liegen. Beide kann ich bestimmt nicht überspringen. Ich frage mich, was wohl passieren würde, wenn ich aus Versehen hineintreten würde? Wahrscheinlich würde ich vollkommen zerfetzt werden. Nun muss ich mir einen sicheren Weg überlegen...



Screenshot: Limbo - So will ich nicht enden.

Fakten: Rätsel-Spiel
Spieler: Single-Player
Altersfreigabe: 16 Jahre
Webseite: http://limbogame.org/

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Ich habe das Spiel gerne gespielt und muss zugeben, dass das Sterben ganz schön brutal sein kann. Aber, da das ganze Spiel ist in schwarz-weiß gehalten ist, ist mir das nicht besonders aufgefallen. Ich hatte eigentlich gedacht, dass das Spiel ab 12 Jahren freigegeben wäre. Nun habe ich aber erfahren, dass es von der USK ab 16 eingestuft wurde. Das hat mich schon etwas überrascht. Aber sehr viel erstaunlicher finde ich die PEGI Einstufung: Ab 18! Hier frage ich mich wirklich, worauf diese Einstufung basiert.

Was meint ihr, ist diese Einstufung gerechtfertigt?

Dienstag, 29. Mai 2012

Wie ich die Welt sehe

...und das ist manchmal ganz schön komisch.

1. Runde
Ich lese die erste offenliegende MeineWelt-Karte vor: "Taschendiebe sind heutzutage in Banden organisiert. Sie lenken ihre Opfer ab, z.B. durch ES."

Nun suchen sich meine Mitspieler eine passende ES-Karte, aus ihren 12 Vorratskarten, heraus. Auf den ES-Karten steht jeweils ein Begriff, der im besten Fall gut zu dem von mir vorgelesenen Satz passt. Jeder Mitspieler legt eine ES-Karte verdeckt in die Mitte des Tisches. Dann wird vom ES-Nachziehstapel eine weitere, unbekannte Karte hinzugefügt. Somit gibt es eine ES-Karte mehr, als Mitspieler. Die Karten werden gemischt und mir gegeben, sodass ich sie laut vorlesen kann.

"Taschendiebe sind heutzutage in Banden organisiert. Sie lenken ihre Opfer ab, z.B. durch Michelle Hunziker."
"... Sie lenken ihre Opfer ab, z.B. durch Beach-Volleyball."
"... Sie lenken ihre Opfer ab, z.B. durch Leuchtkondome."
"... Sie lenken ihre Opfer ab, z.B. durch die Chippendales."

Nun, wie sehe ich die Welt? Welche Antwort gefällt mir am besten? Nun, ich bin kein Mann und lasse mich durch Beach-Volleyball-Spielerinnen nicht so schnell ablenken. Wenn die Banden Frauen-Handtaschen klauen wollen, dann klappt es bestimmt mit den Chippendales. Ich wähle also "die Chippendales" als Antwort. Die Person, die diese ES-Karte gelegt hat, erhält nun einen Punkt und die MeineWelt-Karte, denn die Anzahl der Punkte wird über die Anzahl MeineWelt-Karte dargestellt. Die anderen beiden Mitspieler ziehen eine neue ES-Karte, sodass sie für die nächste Runde wieder aus 12 ES-Karten die beste Antwort aussuchen können.

2. Runde
Die Person, die gewonnen hat, darf nun die nächste MeineWelt-Karte vorlesen: "Erfahrene Kriminalisten suchen am Tatort routinemäßig nach ES."

Ich darf nun auch meinen 12 ES-Karten die beste Lösung heraussuchen. Die beste Lösung ist natürlich immer die, die der Vorleser auswählt. Also suche ich die ES-Karte heraus, von der ich ausgehe, dass sie dem Vorleser gefällt. Mit Wörtern wie: ein Trostpreis, Schloss Neuschwanstein, parfümiertes Büttenrandpapier, Blondinenwitze, bulgarische Schulfilme, Tempo 30, eine Ganzkörpermassage, das Meer, Nachhilfestunden, das Deutsche Turnfest, Pamela Anderson und eine Reifenpanne, ist das gar nicht so einfach.

Ich entscheide mich für "bulgarische Schulfilme", denn die Kriminalisten wollen auch ihren Spaß. Also lege ich meine Karte in die Mitte. Wenn alle Karten beisammen sind, wird wieder gemischt und vorgelesen:

"Erfahrene Kriminalisten suchen am Tatort routinemäßig nach Abwasch."
"Erfahrene Kriminalisten suchen am Tatort routinemäßig nach bulgarischen Schulfilmen."
"Erfahrene Kriminalisten suchen am Tatort routinemäßig nach LSD."
"Erfahrene Kriminalisten suchen am Tatort routinemäßig nach Drachen."

Der Vorleser entscheidet sich für LSD, aber niemand gibt vor, diese Karte gelegt zu haben. Kann es sein, dass der "Zufall" den Vorleser am besten kennt? Nun ja, das ist nicht mein Problem, sondern der des Vorlesers. Er muss nämlich seinen hart erkämpften Punkt aus der letzten Runde wieder zurückgeben. Dafür darf er aber auch wieder eine ES-Karte ziehen, sodass er insgesamt immer noch 12 Karten besitzt. Auch alle anderen ziehen wieder eine ES-Karte.


3. und weitere Runden
Es liest wieder die gleiche Person wie in Runde 2 vor, weil diese Person verloren hatte und auch ansonsten verläuft die Runde so, wie die vorige. Der Gewinner einer Runde wird immer zum neuen Vorleser. Je mehr Punkte man hat, desto kleiner ist die Auswahl an ES-Karten und desto unwahrscheinlicher ist es, dass man eine tolle Antwort liefern kann. Bei 4 Spielern gewinnt man mit 7 Punkten.

Fakten: Spaß-Spiel
Spieler: 2-9
Spielzeit: 30+ Minuten
Altersempfehlung: Ab 10
Webseite: http://www.fatamorgana.ch/fatamorgana/fmspiele4.asp.

Dienstag, 22. Mai 2012

Uplink

Auch Hacker haben es nicht einfach!

Jeder fängt erst klein an, also auch ich, als Agent bei der Hacker-Vermittlung Uplink. Ich habe einen kleinen Computer mit 60Ghz und 24 Gq Speicher. Auch meine Bandbreite ist mit 1Gq/s noch sehr eingeschränkt. Aber Uplink hilft mir in diesem Gebiet Karriere zu machen und irgendwann zu den ganz großen Hackern zu gehören und das große Geld zu machen. Über den Gateway von Uplink bin ich weitgehend geschützt, sodass ich (eigentlich) auch im schlimmsten Fall nicht direkt im Gefängnis lande. Aber soweit soll es gar nicht erst kommen.

Screenshot der Aufträge bei Uplink
Die ersten Aufträge sind noch recht einfach: Ich muss in nahezu ungeschützte Systeme eindringen und entweder Daten löschen oder für den Auftraggeber kopieren. Im Idealfall lösche ich hinter mir noch die Log-Einträge und beende die Verbindung. Wie dicht mir meine Widersacher auf den Fersen sind, teilt mir ein kleines Programm mit, das ich für 300$ erstanden habe.

Die Bezahlung ist mit etwa 2000$ auch nicht schlecht, aber ich will nicht für immer auf der Stelle treten, sondern größere Aufträge erledigen. Diese sind aber riskanter: Ich habe also weniger Zeit zum Hacken und ich brauche auch neue Programme und Hardware. Bei einem Daten-Kopieren-Auftrag hatte ich nicht nachgefragt, warum dieser besser bezahlt wurde, als die anderen... Die Antwort habe ich erfahren, als ich meinem Auftraggeber die Datei zugesandt habe und er mir noch kein Geld überweisen wollte. Per E-Mail (dem gebräuchlichen Kommunikationsmedium) hat er sich beschwert, dass ich die Datei verschlüsselt zugesandt habe. Wenn ich den Auftrag beenden will, muss ich mir ein Entschlüsselungsprogramm kaufen, nur welche Version? Für 1000$ bekomme ich die erste Version, mit der ich aber nur Stufe 1 Verschlüsselungen knacken kann. 2000$ Stufe 2 und so weiter, bis Stufe 7 für entsprechend 7000$. Für diesen Auftrag würde mir Stufe 1 wohl ausreichen, aber da ich diese Version nicht günstiger Upgraden kann, würde ich langfristig gesehen 1000$ aus dem Fenster werfen. Aber die 7000$ könnte ich auch für eine bessere CPU gebrauchen, damit ich die Passwörter schneller knacken kann. Eine schwere Entscheidung steht bevor.

Langsam, aber sicher werde ich und meine Ausrüstung besser.

Fakten: Wirtschafts-Spiel
Spieler: Single-Player
Webseite: http://www.introversion.co.uk/uplink/

Montag, 14. Mai 2012

Kutschfahrt zur Teufelsburg

Ich bin Sarah Mac Mullin, von Beruf Schlägerin, und werde gleich von der Kutsche abgeholt, die mich in dieser kalten und finsteren Nacht zur Teufelsburg bringen soll. 

Denn heute ist ein wichtiger, entscheidender Tag! Heute wollen wir, die Bruderschaft der wahren Lüge, endlich die Macht über den Orden der offenen Geheimnisse erhalten. Das Problem ist nur, dass ich meine Brüder und Schwestern noch gar nicht persönlich kenne und selbst die Briefe haben wir nie mit unseren Namen unterzeichnet. Also weiß ich noch gar nicht, wem ich heute vertrauen kann und wem nicht. Die Devise lautet: Erfahre auf dem Weg zur Teufelsburg so viel wie möglich über die Mitreisenden und gib so wenig wie möglich selbst Preis. Vielleicht kann ich schon unterwegs einen kleinen Sieg für unsere Bruderschaft verzeichnen. Aber vorher steht eine lange Reise vor mir, bei der ich herausfinden sollte, wer noch zu meiner Bruderschaft gehört. Und wenn ich weiß, dass wir drei Kelche in unserem Besitz haben, dann kann ich unseren Sieg verkünden, aber alles zu seiner Zeit und ein Schritt nach dem anderen.

Die schwarze Kutsche fährt vor und ich steige mit meinem geheimen Koffer und meinem versteckten Dolch in die Kutsche hinein. Drinnen sitzen bereits drei weitere Leute. Die Frau im blauen Kleid stellt sich als Gundla von Hohenberg vor, der bärtige Mann mit dem Monokel nennt sich Basilius Kartov. Als letztes stellt sich Bruder Zacharias vor, den man an Hand seines Gewandes und des Kreuzes, als solchen leicht identifizieren kann. Ich setze mich auf den letzten freien Platz neben den Bruder.

In der Kutsche herrscht eine angespannte Atmosphäre vor und keiner will etwas sagen, um das bedrückende Schweigen zu brechen. Also fahren wir etwa zehn Minuten lang weiter und die Stille wird nur durch das Klappern der Kutsche auf dem Kopfsteinpflaster unterbrochen. Wir beobachten uns gegenseitig, aber nur so lang die andere Person wegschaut. Irgendwer von denen gehört zu meiner Bruderschaft der wahren Lügen, nur wer? Ist es Gundla, Basilius oder Zacharias? Aber wenn ich nichts tue, werde ich nichts erfahren.

Ich biete Zacharias meinen geheimen Koffer zum Tausch gegen einen seiner Gegenstände an, denn wenn er dieses Angebot annimmt, erhalte ich einen weiteren Gegenstand. Und je mehr Gegenstände sich in meinem Besitz befinden, desto besser kann ich in den Angriff übergehen. Wenn ich aus einem Kampf als Sieger hervorgehe, muss mir die andere Person Ihre Papiere zeigen, die mir deren Gesellschaft und Beruf verraten. Alternativ kann ich mir die Gegenstände, die diese Person mit sich führt, ansehen und einen für mich behalten.

Warum soll Zacharias überhaupt meinen Koffer annehmen, wenn ich doch so eindeutig einen Vorteil durch den Tausch erhalte? Ganz einfach: Zum einen er kann einen schlechten Gegenstand loswerden und zum anderen er ist der Besitzer des Koffers, sodass er beim Tausch mit irgendwem auch einen Gegenstand erhalten würde. Wie erwartet nimmt Zacharias meinen Koffer an und ich kann einen Mantel zu meinen Gegenständen zählen. Der erste Bann ist gebrochen, es wird fleißig getauscht.
Ich sehe, wie mein Koffer und der zweite Koffer immer wieder den Besitzer wechseln. Jeder Mitreisende hat nun mindestens drei Gegenstände, aber sonst ist noch nichts bekannt. Und bisher habe ich noch keinen einzigen Kelch in meinem Besitz. Aber für den Sieg meiner Bruderschaft benötigen wir drei in unserem Besitz.


Aber das will ich nun ändern. Ich greife Basilius an. Zacharias stellt sich auf meine Seite. Zusammen hätten wir genug Kraft, um Basilius zu überwältigen und ich könnte erfahren, ob er in meiner Bruderschaft ist, oder nicht. Aber warum stellt sich Zacharias auf meine Seite? Er hätte doch nichts davon, wenn ich gegen Basilius gewinnen würde oder doch? Gehört er zu meiner Bruderschaft oder hält er diese Geheimnistuerei einfach nicht aus? Bevor ich diese Fragen beantworten kann, mischt sich Gundla ein und hilft Basilius aus. Zwei Angreifer und zwei Verteidiger. In diesem Zustand kann ich die Gesellschaft von Basilius nicht erfahren. Ist es das, worauf Zacharias spekuliert hat? Wusste er, dass ich mit diesem Angriff sowieso nicht erfolgreich sein würde? Wenn ich mich mit diesem Zustand zufrieden geben würde, erhielte ich als Entschädigung noch einen Gegenstand aus dem Vorrat. Aber ich habe noch einen Ass im Ärmel oder besser gesagt einen Dolch. Durch den Dolch erhalte ich einen Vorteil beim Angriff, aber den Überraschungseffekt habe ich nur einmal auf meiner Seite. Soll ich es wirklich jetzt schon ausspielen? Ja, ich greife Basilius zusätzlich mit meinem Dolch an, doch Gundla zückt ihre Peitsche und schlägt mir meinen Dolch aus der Hand. Sie hatte also auch eine Waffe versteckt. Nun, da mein Dolch auf dem Boden liegt und von der Peitsche umschlungen ist, kann ich den diese Runde wohl nicht mehr verwenden. Jetzt ist es wieder ein Patt. Aber nicht umsonst bin ich ein Schläger! Mit einem gut gesetzten Fausthieb, ist Basilius vorübergehend außer Gefecht gesetzt. Ich sehe mir seine Papiere an.

Oh, vielleicht hätte ich doch nicht ganz so brutal sein sollen, denn der Hypnotiseur gehört auch der Bruderschaft der wahren Lügen an. Nun weiß ich, dass Gundla und Zacharias meine Feinde sind, aber dieses Wissen dürfen die anderen noch nicht erhalten. Denn sonst ist mein Vorteil verloren. Am besten gebe ich im nächsten Kampf vor, nicht mit Basilius im Team zu sein. Denn wenn Gundla lediglich erfährt, dass Basilius nicht bei ihr im Orden ist, dann könnte ich sie immer noch mit einer netten Gefälligkeitsgeste davon überzeugen, dass Sie bei mir im Team ist. Vielleicht erhalte ich dann einen der dringend benötigten Kelche von ihr?

...ich weiß, dass die Reise nun nicht mehr so lang ist. In ein paar Minuten müssten wir bei der Teufelsburg ankommen, aber den Sieg für die Bruderschaft werde ich schon jetzt verkünden. Ich bin mir sicher, dass Basilius zwei Kelche besitzt und ich den dritten. Die Perle, die es verhindert, dass ich den Sieg verkünde, bin ich in der letzten Runde losgeworden. Was wäre, wenn Basilius einen Kelch an die anderen abgegeben hätte und ich würde unrechtmäßig den Sieg verkünden? Es wäre eine Blamage! Es wäre der Untergang für die Bruderschaft der wahren Lügen. Aber das kann diesmal nicht der Fall sein. Ich wende mich an Gundla und Zacharias, halte meinen Kelch in die Höhe und sage: "Hiermit verkünde ich den Sieg für die Bruderschaft der wahren Lügen! Basilius, zeig denen deine zwei Kelche!" Ich sehe das Entsetzen auf dem Gesicht von Gundla und ich genieße diesen Moment der Überlegenheit. Dann wandert mein Blick zu Basilius, der auch erschrocken dreinschaut. Beschämt holt Basilius einen Kelch aus seiner Tasche. EINEN!...Zacharias zeigt den anderen Kelch und fragt: "Meinst du diesen zweiten Kelch?" Mein Herz setzt für einen Augenblick aus. Ich kann es nicht fassen! Ich schaue noch einmal in den Koffer, der sich in meinem Besitz befindet. Dieser hat schon so oft den Besitzer gewechselt, dass ich weiß nicht mehr, ob es derjenige ist, den ich mitgebracht habe oder, ob es der andere ist. Hektisch öffne ich ihn und jetzt, da keine weiteren Gegenstände mehr im Koffer sind, kann ich sehen, dass der Koffer einen doppelten Boden haben muss. Ich klopfe, drücke und ziehe panisch an den unterschiedlichsten Stellen. Plötzlich macht es klick und es öffnet sich eine Klappe. Darunter ist der letzte Kelch zu finden. Es ist geschafft! Wir haben gewonnen, wenn auch nicht so, wie ich es mir gewünscht habe, aber das spielt keine Rolle mehr.

Wir halten an. Basilius und ich steigen als Sieger aus der Kutsche aus. Es war ein hart erkämpfter Sieg und ich muss mit Basilius noch klären, warum er den zweiten Kelch nicht mehr hatte.

Die Reise ist vollbracht! Der Orden konnte einen Sieg verzeichnen!

Fakten: Intrigen-Spiel
Spieler: 3 - 8 (10)
Spielzeit: 30 - 60 Minuten
Altersempfehlung: Ab 12
Webseite: http://www.ludocreatix.com/kutschfahrt/index.html